Umsatzerlöse

Umsatzerlöse, auch schlicht als Umsatz bezeichnet, sind die Erlöse, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Waren oder durch die Erbringung von Dienstleistungen generiert. Diese Erlöse repräsentieren die Gesamteinnahmen, die ein Unternehmen durch seine Hauptgeschäftstätigkeiten erwirtschaftet.

Berechnung der Umsatzerlöse

Die Berechnung der Erlöse erfolgt durch Multiplikation der verkauften Mengen oder der erbrachten Dienstleistungen mit dem jeweiligen Verkaufspreis. Umsatzerlöse sind ein zentraler Bestandteil der Einnahmen eines Unternehmens und dienen als Ausgangspunkt für die Berechnung weiterer finanzieller Kennzahlen.

Abgrenzung der Umsatzerlöse

Es ist wichtig zu beachten, dass Umsatzerlöse von anderen Einnahmen, wie beispielsweise Zinserträgen oder Beteiligungserträgen, unterschieden werden sollten. In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) werden die Erlöse normalerweise als erste Position ausgewiesen, gefolgt von den Kosten, um den Bruttogewinn zu ermitteln. Der Bruttogewinn ist die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und den reinen Produktionskosten.

Funktion der Umsatzerlöse

Die Analyse der Umsatzerlöse ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um die Leistung im Markt zu bewerten, Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren und finanzielle Prognosen zu erstellen. Es ist auch eine wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und andere Interessengruppen, um die finanzielle Gesundheit und den Erfolg eines Unternehmens zu beurteilen.

Berechnung der Umsatzerlöse

Diese können mit einer simplen Formel berechnet werden: Absatzmenge x Verkaufspreis = Umsatzerlöse

Um den Nettoerlös zu erhalten, müssen eventuelle Schmälerungen noch abgezogen werden. Dies können beispielsweise Rabatte sein. Wichtig ist zu beachten, dass die Umsatzsteuer nicht zum Umsatz gehört.

Buchung der Umsatzerlöse

Bei der Buchung von Umsatzerlösen gibt es drei Punkte zu beachten:

  • Wie und wohin die Erlöse gebucht werden: In einem Standard-Kontenrahmen werden beispielsweise Umsatzerlöse auf das Ertragskonto „Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse“ gebucht.
  • Wo die Erlöse von Bedeutung sind: besonders hohe Relevanz haben sie in der GuV, welche das zugehörige Ertragskonto abschließt.
  • Wo die Erlöse keine Rolle spielen: in der Bilanz tauchen diese nicht direkt auf. Nur das Saldo aus der GuV wird in das Passivkonto Eigenkapital übertragen.